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Neujahrsempfang der Fürstenberg Brauerei

17.01.2023

Rückblickend keine einfachen Jahre, die gemeistert wurden“ / Auch 2023 wird herausfordernd für die Bierbranche und die Donaueschinger Traditionsbrauerei

Die Freude bei den Gästen war ebenso groß wie bei Georg Schwende. Erstmals nach 2020 konnte der Geschäftsführer zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft persönlich zum Neujahrsempfang der Fürstenberg Brauerei im alten Sudhaus begrüßen. Schwende schilderte das Weltgeschehen der vergangenen Monate in seinen vielfältigen Auswirkungen, insbesondere auch auf die Geschäftstätigkeit der Fürstenberg Brauerei. Die weltweiten Brandherde und Konflikte kommentierte er mit den Worten, „man hat das Gefühl, die Welt gerät zunehmend aus den Fugen“. Dennoch lautete sein durchaus positives Fazit nach der Corona-Pandemie: „Rückblickend waren das keine einfachen Jahre, die uns allen so einiges abverlangt haben. Unsere Brauerei ist dennoch gut durch die Krise gekommen.“ Man habe frühzeitig reagiert und geeignete Maßnahmen ergriffen. „Das Fürstenberg-Team hat in dieser schwierigen Zeit Enormes geleistet. Der Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft war essenziell und macht mich ganz besonders stolz.“

Große Herausforderungen

Wie die gesamte Branche sah und sieht sich die Fürstenberg Brauerei auch weiterhin großen, bisher so nicht gekannten Herausforderungen gegenüber. Die globalen Entwicklungen haben, so Georg Schwende in seiner Neujahrsansprache, enorme Auswirkungen auf das Donaueschinger Traditionsunternehmen, z.B. in der Verfügbarkeit von Verpackungsmaterial, Glas, Ersatzteilen und Rohstoffen. Lieferketten sind gestört, es fehlen Logistikkapazitäten und Energie ist knapp und teuer. Der Geschäftsführer der Brauerei beklagte die damit verbundenen, massiven Kostensteigerungen. Ein leer gefegter Arbeitsmarkt, dazu die aktuelle Inflationsrate und eine drohende Rezession in 2023 lassen den Brauereichef mit dem nötigen Respekt an die „anstehenden großen Herausforderungen herangehen“.

Restart der Gastronomie

In seinem Rückblick auf 2022 hatte der Geschäftsführer der Fürstenberg Brauerei aber auch Positives zu präsentieren. So ging mit dem Ende der Corona-Einschränkungen der „Restart der Gastronomie“ einher. Vor allem die Außengastronomie habe von dem tollen, langanhaltenden Sommer profitiert, ebenso die vielen Feste und Veranstaltungen. Aufgrund des Nachholbedarfs am Feiern und geselligen Miteinander verbuchte die Brauerei insgesamt ein deutliches Absatzplus im Vergleich zum Vorjahr. Aber: „Vor allem in der Gastronomie ist das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 noch nicht erreicht.“ Die Gründe dafür sind vielschichtig: Gerade im Bereich der Landgastronomie führt der dort herrschende Personalmangel zu einer Einschränkung von Öffnungszeiten und: „Manche Gaststätten haben nach der Corona-Zwangspause nicht wieder geöffnet.“

Blick nach vorne

Im Handel verzeichnet Fürstenberg eine nach wie vor gute, stabile Entwicklung und im Export durfte man sich 2022 über deutliche Zuwächse freuen. Nicht nur mit Blick auf die aktuell bestehende Energiekrise habe man wichtige Investitionen getätigt. So ist ein neuer, ressourcensparender Kastenwascher gekauft worden. Außerdem ist die gesamte Beleuchtung in der Donaueschinger Brauerei auf LED umgestellt worden, was eine Einsparung beim Strom in Höhe von 60 % bedeutet. In 2023 sind weitere Investitionen in Millionenhöhe geplant, u.a. in der Flaschenabfüllung.

Mit Blick auf die Unternehmenskennzahlen betonte ein recht zufriedener Georg Schwende: „2022 haben wir ein ordentliches Ergebnis erzielt.“ Wohl wissend, dass in den kommenden Monaten massive Kostensteigerungen und Herausforderungen auf die Branche und die Fürstenberg Brauerei zukommen werden.

Am Ende waren sich alle einig: Der Neujahrsempfang war ein rundum gelungener Abend mit guten Gesprächen, kulinarischen Köstlichkeiten und unterhaltsamer Live-Musik.