01

Mälzen

Vor dem eigentlichen Brauprozess steht das Mälzen an. Denn laut dem Deutschen Reinheitsgebot darf bei der Bierherstellung nur Braumalz (aus Gerste oder Weizen) verwendet werden. Das wird gewonnen, indem Rohfruchtgetreide vermälzt wird. Das Mälzen wird in drei Produktionsstufen unterteilt: Beim Weichen wird dem Getreide zunächst Wasser zugeführt, sodass es zu keimen beginnt. Dabei werden Enzyme gebildet und aktiviert, die Voraussetzung für die Bierherstellung sind. Im Anschluss wird das gekeimte Getreide durch Trocknen und Darren lagerfähig gemacht. Dabei wird das Malz von den entstandenen Wurzelkeimen getrennt. Die Dauer der Röstung entscheidet, für welchen Biersorte sich das Malz eignet. 

02

Schroten

Mit dem Schroten beginnt der eigentliche Bierbrauprozess. Nach mind. vier Wochen Lagerzeit wird das Braumalz in Schrotmühlen zerkleinert. Dabei wird der innere Teil des Malzkorns freigelegt, um an die wertvollen Inhaltsstoffe zu gelangen. Die Hüllen, die sogenannten Spelzen, sollten allerdings nicht zu stark zerstört werden. Sie dienen später beim Abläutern als natürliche Filterschicht.

03

Maischen

Das Malzschrot wird im Maischbottich mit Brauwasser zur so genannten Maische vermischt und danach dort auf verschiedenen Temperaturstufen erhitzt. Dabei wandeln die beim Mälzen gebildeten und aktivierten Enzyme in den Malzkörnern die wasserunlösliche Stärke des Getreides in löslichen Malzzucker um. Die für das Brauen wichtigen Stoffe des Malzes gehen also in die Lösung über.

Über die Temperatur und die Dauer des Maischens bestimmen unsere Brauer den Charakter und die Qualität des Bieres. Das Ende der Maischarbeit wird als „Abmaischen“ bezeichnet und beschreibt den Vorgang, in dem die Maische in den Läuterbottich gepumpt wird.

04

Läutern

Im Läuterbottich beginnt das Läutern, auch „Abläutern“ genannt. Hierunter versteht man die Trennung der festen Bestandteile von der Flüssigkeit. Die festen Bestandteile der Maische – das sind vor allem die Spelzen – sinken nach unten und sammeln sich auf einem Sieb (Senkboden), wo sie nun eine natürliche Filterschicht bilden. Die Brauer sprechen vom „Malztreber“, der zum Beispiel als nährstoffreiches natürliches Tierfutter dient. Die „Würze“ genannte Flüssigkeit, in der alle löslichen Stoffe des Malzkornes enthalten sind, läuft hierdurch ab. Im Anschluss an den als „Vorderwürze“ bezeichneten Hauptguss gibt der Brauer noch einmal heißes Wasser auf die Filterschicht, um so möglichst alle wertvollen Inhaltsstoffe und den gesamten Malzzucker auszuwaschen.

Die gesamte Flüssigkeit wird in der Würzepfanne gesammelt.

05

Kochen

Beim Würzekochen wird der flüssigen Würze in der Würzepfanne der Hopfen zugegeben, dann wird sie etwa eine Stunde gekocht. Je mehr Hopfen unsere Brauer zugeben, desto herber schmeckt später das fertige Bier. Das beliebte, hopfenbetonte Fürstenberg Premium Pilsener enthält beispielsweise deutlich mehr Hopfen als das Fürstenberg Original Export.

Nach dem Kochen in der Würzepfanne werden im Whirlpool noch verbliebene Trübstoffe aus der Lösung entfernt. Im Anschluss an die Entfernung des Heißtrubs wird die Würze im Würzekühler heruntergekühlt.

06

Gärung

Der abgekühlten Würze wird die Hefe zugesetzt. Sie wandelt den in der Würze gelösten Malzzucker in Kohlensäure und Alkohol um. Nachdem die fast 10 bis 30 Mio. Hefezellen ihre Arbeit verrichtet haben, werden sie geerntet und das sogenannte "Jungbier" ist fertig.

07

Lagerung & Reifung

Bevor das Bier abgefüllt wird, gönnen ihm unsere Brauer erst noch einmal die wohlverdiente Ruhe: Es kommt zur Lagerung und Reifung, auch „Nachgärung“ genannt, in den Lagertank - je nach Biersorte für bis zu drei Monate.

In den Tanks im Lagerkeller geschehen drei Dinge: Erstens rundet sich der Geschmack des Bieres ab und das bei der Gärung entstandene Jungbier erhält das typische Bieraroma. Der noch vorhandene Restzucker wird fast vollständig vergoren und unerwünschte Aromastoffe ausgetrieben. Zweitens wird die Kohlensäure gebunden und gibt dem Jungbier seine Spritzigkeit. Drittens setzen sich die restlichen Eiweißflocken und die Hefe auf dem Boden ab: Das Bier wird vorgeklärt.

08

Filtration

Bei der abschließenden Filtration wird zumindest bei sogenannten "blanken", also klaren Bieren wie dem Fürstenberg Premium Pilsener die letzte verbliebene, noch in der Schwebe befindliche Hefe und andere Trübstoffe entfernt.

Anschließend kommt das Bier in die Drucktanks.

09

Abfüllung

Abschließend wird kommt das Bier in die Abfüllanlage. Hier wird es in handlichere Gefäße abgefüllt. Mögliche Gebinde können Flaschen und Fässer, die zuvor gründlich gereinigt und so immer wieder verwendet werden, oder auch Dosen sein.

Die Flaschenabfüllung passiert in einem geradezu atemberaubenden Tempo: Unsere Abfüllanlage schafft bis zu 60.000 Flaschen pro Stunde.

10

Genießen

Der lange Weg eines Fürstenberg Bieres endet bei unseren Kunden und Endverbrauchern. Unser Ziel ist es, dass wir ihnen stets die höchste Qualität bieten können. Dies ist tagtäglich Herausforderung und Ansporn zugleich.

Unsere Brauer achten stets darauf, dass Fürstenberg Biere im gesamten Brauprozess mit großer Sorgfalt gebraut und behandelt werden. Die große Leidenschaft und die Liebe zum Produkt, die in unseren Bieren steckt, schmeckt man. Überzeugen Sie sich selbst – zum Wohl!