Fürstlich Fürstenbergische Brauerei GmbH & Co. KG

gemäß

EMAS-Verordnung (EU) 1221/2009
geändert durch Verordnung (EU) 2017/1505
sowie durch Verordnung (EU) 2018/2026

Diese Umwelterklärung dient im Rahmen unseres Umweltmanagementsystems nach EMAS III der internen sowie der externen Kommunikation,
der Darstellung von Umweltleistungen und des Erfüllungsgrades der im Vorjahr gesteckten Ziele sowie der Festlegung und Beschreibung neuer Ziele.

Neben den Mitarbeitern der Brauerei wird die Umwelterklärung auch Kunden und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die im Bericht dargestellten Zahlen und Informationen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2020 und stellt die Entwicklungen der letzten drei Jahre dar.

Sie umfasst die Daten der Fürstlich Fürstenbergischen Brauerei in Donaueschingen.

Stand: 6. September 2021

KURZPORTRAIT

Die Geschichte des Hauses Fürstenberg und der Fürstlich Fürstenbergischen Brauerei sind untrennbar miteinander verbunden. Für die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei lässt sich die Tradition bis auf den 18. Januar 1283 zurückverfolgen. An diesem Tag belehnte König Rudolf I. von Habsburg den Grafen Heinrich I. von Fürstenberg mit der Landgrafschaft Baar. Bestandteil der mit der Belehnung verbundenen Banngerechtigkeit ist das Privileg des Braurechts. Nachdem Fürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg seinen Herrschaftssitz nach Donaueschingen verlegt hat, steigt auch die Nachfrage nach Fürstenberg Bieren. Darum wird 1739 mit dem Neubau der Fürstenberg Brauerei begonnen. Seither hat sich der Standort der Brauerei nicht mehr verändert. 1895 gelingt es dem Fürstlichen Braumeister Josef Munz als einem der ersten in Deutschland ein Bier Pilsener Brauart zu brauen. Es ist der Vorläufer des heutigen Premium Pilsener. Heute ist die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei eine der führenden Brauereien Baden- Württembergs und Teil der Paulaner Brauerei Gruppe. Seit 2009 steht die Fürstenberg Brauerei unter der Leitung des Geschäftsführers Georg Schwende.

Die Fürstenberg Brauerei braut und füllt derzeit über 16 verschiedene Bierprodukte ab. Das Produktportfolio erstreckt sich dabei vom klassischen „Fürstenberg Premium Pilsener“ über „Fürstenberg Weizen hell“ bis hin zu den Biermischgetränken wie das „Fürstenberg Zitrus frei 0,0%“.

Die Brauerei liegt am Rande des Schwarzwaldes, inmitten der Stadt Donaueschingen mit Nähe zu Wohnungen, unweit des fürstlichen Schlosses und nur wenige Meter von der Donauquelle entfernt. Die Brauerei befindet sich in einem Wasserschutzgebiet in der Zone IIIa. Die Klärgrube liegt zudem noch in einem Hochwassergebiet HQEXTREM. Das Extremhochwasser simuliert den angenommenen schlimmsten Fall, bei dem ein sehr seltenes Hochwasser mit anderen Notfallsituationen kombiniert auftritt, wie zum Beispiel Brückenverklausungen und Ausfall von Hochwasserschutzanlagen. Wir sind uns der daraus abgeleiteten Verantwortung bewusst und haben für den Notfall entsprechende Vorkehrungen getroffen.

Beschreibung des Standortes

Adresse:
Postplatz 1-4, 78166 Donaueschingen

Mitarbeiteranzahl:
125

Fläche:
28.427 m²

Umweltrelevante Anlagen:
- Sudhaus
- Kesselanlagen
- Kälteanlagen (Ammoniak)
- CIP-Anlagen
- BHKWs
- Flüssiggasanlage

Tätigkeiten am Standort:
- Lagerung von Voll- und Leergut
- Herstellung von Bier und Biermischgetränken

Der Betrieb ist genehmigungspflichtig nach Ziffer 7.27.2 des Anhangs 1 der 4. BImSchV-Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen.

Umweltpolitik

Mit Leidenschaft und Stolz begeistern wir Menschen für unsere Braukunst und unsere Bierkultur – daheim und in der ganzen Welt.

Uns ist bewusst, dass wir als Brauerei von einer unbelasteten, natürlichen Umwelt im besonderen Maße abhängig sind, da nur eine intakte Umwelt die einwandfreie Qualität der Rohstoffe sicherstellen kann.

Deshalb sind bestrebt, bei der Herstellung und dem Vertrieb unserer Produkte so umwelt- und ressourcenschonend wie möglich zur arbeiten und unseren Teil zum Erhalt einer hohen Lebensqualität beizutragen. Über die Einhaltung der einschlägigen Umweltrechtsvorschriften hinaus verpflichtet sich FFB umwelt- und energiefreundliche Technologien, soweit wirtschaftlich vertretbar, einzusetzen. Mit unserer Umweltpolitik möchten wir unsere umweltbezogenen Handlungsgrundsätze zusammenfassen und unsere Zielrichtung aufzeigen, die wir zur kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes eingeschlagen haben.

Hauptbestandteile unserer Umweltpolitik sind im Besonderen:

  • Wir gehen schonend mit Ressourcen (Rohstoffe, Wasser, Energie) um.
  • Wir investieren in umweltfreundliche Techniken und Gebinde und arbeiten an Innovationen zur Verbesserung unseres ökologischen Footprints.
  • Wir nutzen die Möglichkeiten zur Reduzierung von Emissionen.
  • Wir fühlen uns verpflichtet Wasser, Luft und Boden zu schützen und treffen dafür geeignete Maßnahmen.
  • Auch bei der Auswahl und Beauftragung unserer Lieferanten und deren Produkte legen wir unsere Anforderungen zum Schutz der Umwelt zu Grunde.
  • Wir informieren Öffentlichkeit und Behörden über umweltrelevante Maßnahmen und suchen den Dialog.
  • Wir schärfen Umweltbewusstseinsbildung bei Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten.
  • Wir treffen Sicherungsmaßnahmen gegen Störfälle mit Umweltauswirkungen.

Daher fordern wir alle unsere Mitarbeiter auf, verantwortungsvoll, bewusst und schonend mit Rohstoffen, Energie und Arbeitsmaterialien umzugehen.

Umweltmanagement

Seit 1994 wurde bei Fürstenberg ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 und jahrelang auch ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 betrieben. Im Zuge der Gruppenvalidierung der Paulaner Brauerei Gruppe wurden 2019 ein Umweltmanagementsystem (UMS) entsprechend der DIN EN ISO 14001:2015 und der EMAS-Verordnung (EU) 2009/1221, geändert durch Verordnung (EU) 2017/1505 sowie Verordnung (EU) 2018/2026 aufgebaut. Die neuen Anforderungen aus letzterer Verordnung wurden bei der Erstellung dieser Umwelterklärung beachtet.

Die Anforderungen des UMS gelten ohne Ausnahmen für alle Mitarbeiter der Brauerei.

Das Umweltmanagementsystem wurde installiert, um

  • einen hohen Grad der Kundenzufriedenheit
  • Förderung der Mitarbeiter und des Bewusstseins ihrer Auswirkungen auf die Umwelt
  • Berücksichtigung von Umweltthemen zum sparsamen Umgang mit Energie und Rohstoffen,

zu gewährleisten.

Die dafür benötigten Prozesse sind im Umweltmanagement-Handbuch beschrieben und werden laufend überwachtet, bewertet und kontinuierlich verbessert.

Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlern werden festgelegt, durchgeführt und verbessert (Verbesserung).

Organisatorische Schnittstellen zwischen einzelnen Arbeitsabläufen sind berücksichtigt und durch genaue Vorgaben verbunden.

Durch gesetzlich geforderte, jährliche Schulungen werden die Mitarbeiter in Themen wie Hygiene, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Brandschutz sowie der Umgang mit Gefahrstoff unterwiesen.

Außerdem erhalten die Mitarbeiter in verständlicher Form, Informationen zur Umweltpolitik, sowie die daraus resultierenden spezifischen Ziele.

In der jährlichen Umwelterklärung werden die Zielerreichung sowie die neuen Umweltziele dokumentiert und kommuniziert.

Die Organisation des Umweltschutzes besteht aus einem Umweltmanagementbeauftragten und den gesetzlich vorgeschriebenen Betriebsbeauftragten. Es werden interne Audits und Begehungen durchgeführt. Einmal jährlich wird ein Management Review erstellt.

Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen

Das EMAS-System und die geltenden Umweltgesetzte bilden die externen Anforderungen für die Brauerei und ihr Umweltmanagementsystem. Die gesetzlichen Bestimmungen, welche maßgeblich und verpflichtend sind, werden ermittelt. Diese werden im Rechtskataster, welches fortwährend überprüft und aktualisiert wird, dokumentiert. Somit werden Änderungen innerhalb der Umweltgesetze identifiziert und die neuen Anforderungen umgesetzt. Ferner werden sämtliche regelmäßige Verpflichtungen in einer Datenbank dokumentiert und zeitnah bearbeitet.

Maßgebliche Umweltrechtsbereiche sind in folgender Tabelle aufgeführt:

 

Maßgebliche Umweltrechtsbereiche

Immissionsschutzrecht
Abfallrecht (KrWG, GewAbfV)
Wasserhaushaltsgesetz
Gefahrstoffrecht

 

Durch die Nähe zu den Wohnungen gelten die in der TA Lärm verankerten Grenzwerte von 65 dB(A) tagsüber und 45 dB(A) nachts, die Einhaltung dieser Grenzwerte wird durch interne Messungen überprüft. Bis dato gab es keine latenten Abweichungen.

Die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen wird jährlich im Rahmen der internen Audits und Compliance Audits geprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.

Umweltaspekte

Unsere Aktivitäten wirken sich auf die Umwelt aus. Übereinstimmend mit unserer Umweltpolitik bemühen wir uns, diese Auswirkungen zu verringern, indem wir unser Umweltmanagementsystem betreiben und kontinuierlich verbessern. Alle wichtigen Umweltaspekte wurden erfasst und werden jährlich neu bewertet und gegebenenfalls aktualisiert. Diese Bewertung dient als Grundlage für die Entwicklung neuer umweltbezogener Ziele und Maßnahmen mit Blick auf die künftige Optimierung. Die umweltbezogenen Aspekte werden in direkte und indirekte Umweltaspekte unterteilt.

 

Umweltaspekte Fürstenberg

Direkte Umweltaspekte

Für die Herstellung von Bier darf nach dem deutschen Reinheitsgebot nur vier Rohstoffe verwendet werden: Brauwasser, Gersten- oder Weizenmalz, Hopfen und Hefe. Somit handelt es sich hierbei um ein umweltschonendes Lebensmittelherstellungsverfahren.

Wir versuchen sämtliche Rohstoffe nach Möglichkeit aus der Region zu beziehen, um lange Fahrtstrecken mit dem LKW zu vermeiden, um dadurch gleichzeitig auch die CO2- Emissionen zu verringern.

Folgende Grafik stellt die direkten Umweltaspekte und deren Wertigkeit der Brauerei dar.

In 2020 sahen wir den Verbrauch an Malz, Getreide, Hopfen, etc., den Stromverbrauch der Anlagen, den Wärmeverbrauch und die gefährlichen Abfälle als Umweltaspekte, bei denen wir die größten Einflussmöglichkeiten haben, an.

2020 wurden vielfältige Maßnahmen, siehe Maßnahmenliste, umgesetzt, um unsere Umweltauswirkungen, die wir durch die Umweltaspekte identifiziert haben, zu verringern.


Indirekte Umweltaspekte

Folgende Grafik stellt die indirekten Umweltaspekte und deren Wertigkeit der Brauerei dar.

2020 wurde die Produktion/Herstellung als der indirekte Umweltaspekt mit der höchsten Wertigkeit bewertet.

Datenentwicklung

Die Verbrauchsdaten und die sich daraus ergebenden Kennzahlen sind ein wichtiges Instrument zur Bewertung der gegenwärtigen Umweltleistung, Planung und Überwachung umweltbezogener Aktivitäten sowie zur regelmäßigen Überprüfung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Sie werden im Folgenden für die Jahre 2018, 2019 und 2020 dargestellt. In den nachfolgenden Kapiteln sind die Entwicklungen der wichtigsten Umweltaspekte nochmals im Detail beschrieben. Im Anhang I finden sie die relevanten Umrechnungsfaktoren.

Zur Berechnung der Emissionen haben wir GEMIS-Emissionsfaktoren (Version 5.0, Stand 2019) verwendet. Dadurch stellen wir eine einheitliche, über die Jahre vergleichbare Datengrundlage, auch zwischen den Brauereien, sicher.

In Anlehnung an das Greenhouse Gas Protocol (GHGP) werden die Emissionen in Scope 1 und 2 gegliedert. Scope 1 umfasst hierbei die direkten Emissionen am Standort durch die Verfeuerung fossiler Energieträger (Erdgas, Biogas, Heizöl EL, Flüssiggas) sowie die direkten Emissionen aus dem Einsatz von Kältemitteln und Malzstaub. Scope 2 beschreibt die indirekten Emissionen aus dem Bezug von Strom.

Die verwendeten Emissionsfaktoren finden sich in einer Tabelle in Anhang I. Die Übersichtstabellen über die absoluten Input- und Output-Daten finden sich in Anhang II.

Entwicklung unserer Umweltleistung

Gemäß EMAS III werden im Folgenden die dort genannten Kernindikatoren für die Umweltaspekte dargestellt.

Als Bezugsgröße wird die produzierte Hektoliterzahl verwendet. Eine Übersicht über alle Kernindikatoren findet sich in Anhang III

Strom

Die Tabelle gibt einen Überblick über unseren Strommix der letzten Jahre. Die angegebenen Werte stammen vom Energieversorger. Die angegebene CO2-Belastung stellt den tatsächlichen CO2-Ausstoß pro kWh unseres bezogenen Stroms dar. Wie bereits angegeben verwenden wir zur Berechnung unserer Emissionen aber die GEMIS-Emissionsfaktoren um eine konsistente Vergleichsbasis zwischen den Jahren und allen Brauereien zu gewährleisten.

Im Jahr 2020 lag der Gesamtstromverbrauch bei 2.263 MWh (2019: 3.562 MWh) und sank somit im Vergleich zum letzten Jahr um 1299 MWh. Der spezifische Stromverbrauch pro Hektoliter betrug 2020 11,86 kWh/hl (2019: 10,66 kWh/hl).

Ein großer Teil der verbrauchten elektrischen Energie wurde in einem eigenen Blockheizkraftwerk erzeugt. Die Brauerei besitzt drei BHKWs wovon immer nur eins im Betrieb ist. Zur Spitzenlastabdeckung können die anderen zugeschaltet werden, es laufen aber nie mehr als zwei BHKWs. Diese Blockheizkraftwerke produzieren in einem Kopplungsprozess unter Einsatz des Brennstoffs Erdgas gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch kann gegenüber der getrennten Strom- und Wärmeer-zeugung Primärenergie eingespart werden. So können fossile Ressourcen ge-schont und der CO2-Ausstoß gesenkt werden.

Wärme

Die Wärme für die Versorgung der Brauerei wurde in dem zentralen Kesselhaus aus dem Brennstoff Erdgas erzeugt sowie über ein Blockheizkraftwerk, welches mit Erdgas betrieben werden.

Im Jahr 2020 lag der Gesamtwärmeverbrauch bei 11.489 MWh (2019: 11.700 MWh) und sank somit um 1,8%. Daraus resultiert ein spezifischer Wärmeverbrauch in 2020 von 96,4 MJ/hl. Im Jahr 2019 lag dieser Wert bei 91,5 MJ/hl. Bedingt durch die Corona Pandemie und der damit verbundenen Schließung der Gastronomie hat sich die Absatzmenge reduziert, was dazu führt, dass der spezifische Wärmeverbrauch dennoch gestiegen ist.

Materialeffizienz – Verbrauch Natronlauge

Für das Jahr 2020 konnte keine Verbrauchsdaten gesammelt werden, dies wird nächstes Jahr wieder fortgeführt.

Für das Jahr 2021 ist die Umstellung auf Tensid Chemie geplant. Es wird eine phasenweite Umstellung sein, dabei wird, wenn das alte Gebinde leer ist, gegen das neue von Tensid Chemie ausgetauscht.

Materialeffizienz – Nutzung von RuD- Mittel

Um die Qualität und Hygiene in einer Brauerei zu sichern sind leider geeignete Chemikalien von Nöten. In Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten optimieren wir ständig den Einsatz der Mittel hinsichtlich Mengenminimierung, Umweltverträglichkeit und gesundheitlicher Risiken. So sind für alle Gefahrstoffe die in einem Kataster aufgeführt sind Betriebsanweisungen erstellt worden. Die Mitarbeiter werden regelmäßig bzgl. Umgang mit diesen Stoffen geschult und für einen sparsamen Verbrauch sensibilisiert.

Wasser

Uns ist bewusst, dass Wasser immer knapper wird. Daher versuchen wir kontinuierlich Wasser einzusparen.

Im Jahr 2020 wurden 221.347 m³ Wasser verbraucht (2019: 232.119 m²). In Bezug auf die abgefüllte Menge an Bier und alkoholfreien Getränken (429.069 hl) entspricht dies einem spezifischen Wasserverbrauch von 5,13 hl/hl. Im Jahr 2019 betrug dieses Verhältnis 5,04 hl/hl. Die gesamte Wassermenge sank im Vergleich zum Vorjahr um 10.772 m³. Der spezifische Wasserverbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Der Grund dafür ist zum einen ist, dass sich die Absatzmenge durch die Corona Pandemie reduziert hat. Außerdem hat die starke Zunahme an Biermischgetränke sowie die zeitlich begrenzte Abfüllung über den Pasteur, der einen hohen Wasserverbrauch aufweist, zu einer Zunahme geführt.

​​​​​Abwasser

Im Berichtsjahr 2020 liefen 172.254 m3 (2019: 189.651 m³) Produktionsabwasser in die werkseigene Neutralisationsanlage. Der Ablauf der Neutralisationsanlage wird in die öffentliche Kanalisation der Stadt Donaueschingen abgeleitet. In der Neutralisationsanlage wird der pH-Wert des Abwassers mit Kohlendioxid und Natronlauge auf einen neutralen pH-Wert eingestellt.    
Mit unseren Einleitungswerten liegen wir innerhalb der Grenzwerte und halten diese ein.

Abfall

Es ist ein gesetzeskonformes Sammelsystem aufgebaut und die Abfälle werden über zertifizierte Entsorger entsorgt.

Bei den Mengen handelt es sich hauptsächlich um Altglas, Alt-Etiketten, Verpackungskartonagen sowie Kronkorken. Der Abtransport der Wertstoffe erfolgt ausschließlich durch zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe.

Vor allem im Bereich Altglas ist die Menge um ca. 42% gestiegen. Die Ursache liegt vor allem im schlechten Leergut, da die Pools von Leergut immer weniger werden. Außerdem ist viel alt Bestand vorhanden, was ebenfalls zum erhöhten Glasbruch führt. Bei NRW Gebinden erfolgt keine Vorsortierung, sodass auch Schrottleergut angeliefert wird. Außerdem wurde ein neuer Inspektor installiert, welcher eine höhere Sensitivität aufweist und somit mehr Flaschen aussortiert.

Emissionen

Der spezifische CO2-Ausstoß pro hl stieg von 13,87 kg/hl auf 15,36 kg/hl. Durch den erhöhten Strombedarf stiegen somit auch die Emissionen. Der Trend der letzten Jahre hat sich bedingt durch die Corona Pandemie nicht fortgesetzt.

Biodiversität

Für das Jahr 2021 ist ein kleines Getreidefeld mit ein paar Hopfenpflanzen geplant.

Äußerungen interessierter Parteien

Im Jahr 2020 wurde eine Nachbarschaftsbeschwerde auf Grund von Lärm verzeichnet. Daraufhin wurden Maßnahmen ergriffen und es kam zu keiner weiteren Nachbarschaftsbeschwerde.

Nutzung von Rohstoffen

Die wesentlichen Rohstoffe zur Herstellung von Bier sind Gersten- und Weizenmalz, Brauwasser und Hopfen. Die Fürstenberg Brauerei bezieht den Hopfen überwiegend aus deutscher Provenienz. Die Regionalität ist damit sichergestellt.

Das Brauwasser wird aus den betriebseigenen Tiefbrunnen gewonnen.

Gersten- und Weizenmalz wird von Mälzereien aus Deutschland bezogen. Hier wird die Strategie verfolgt, langfristige Lieferverträge direkt mit dem Landhandel abzuschließen, um somit den Landwirten eine über Jahre verlässliche Abnahme von qualitativ hochwertigem Getreide zu garantieren. Über diesen Weg werden Getreideerzeuger wieder vom Anbau von Braugerste und Brauweizen überzeugt und nicht noch vermehrt in den finanziell ebenfalls lukrativen Energiepflanzenanbau investieren.

Umweltprogramm und -ziele

Unsere Ziele entnehmen wir unserer 3-Jahresplanung. Der Tabelle sind sowohl der Zielerreichungsgrad 2021 als auch die neuen Zielwerte für 2022 zu entnehmen.

Die Zielwerte in den Bereichen Strom, Wärme und Wasser konnten 2020 nur im Bereich Wäre erreicht werden. Diese Werte sollen auch in 2021 weiterhin verbessert und unter den Zielwerten bleiben

 

Folgende Maßnahmen, die wir uns für das Jahr 2020 vorgenommen hatten, konnten entsprechend implementiert werden:

 

Folgende Maßnahmen aus dem letzten Jahr werden 2021 weiterverfolgt:

 

Folgende Maßnahme aus dem letzten Jahr wird nicht weiterverfolgt:

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Für das Jahr 2021 haben wir weitere Maßnahmen geplant:

Impressum

Herausgeber:

Fürstlich Fürstenbergische Brauerei GmbH & Co. KG

Postplatz 1-4

78166 Donaueschingen

 

Verantwortlich (i.S.d.P.):

Herr Georg Schwende

Anhang I: Umrechnungsfaktoren

  1. AVV-Schlüssel 20 03 01, Umrechnungsfaktor: 0,13 t/m³ (Umrechnungsfaktoren, Bayerisches Landesamt für Statistik)