Fürstenberg Umweltbericht 2016
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Umweltbericht 2016

Fürstenberg Umweltbericht 2016

Bilanz, Ausblick & Ziele

Bilanz 2016 — Ausblick & Ziele 2017/18

  • 2016 – ein Jahr das bei Fürstenberg für wichtige Projekte und Veränderungen stand. So wurde mit verschiedenen kleineren Projekten der Strombedarf der Produktion gezielt beeinflusst.

    Neben den technischen Verbesserungen trug die fortschreitende Einführung von TPM (Total Productive Management), beginnend im Pilotbereich der Flaschenabfüllung, zu einer positiven Entwicklung bei mehreren Kennzahlen (KPIs) bei.

    Durch eine Veränderung im Produktionsablauf der Bierherstellung und die Verschiebungen im Artikelmix der Brauerei entwickelte sich der Wasserverbrauch gegenüber dem Vorjahr allerdings etwas schlechter.

    Witterungsbedingt durch die Heizperiode 2016 fiel der Energiebedarf für die Heizung der Produktions- und Lagerhallen sowie des Verwaltungsgebäudes gegenüber dem Vorjahreszeitraum höher aus. Die Verschiebung des Artikelmixes wirkte sich hier ebenfalls negativ aus.

    Insgesamt können wir bei Fürstenberg aber auch für 2016 von einem erfolgreichen Jahr auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden Produktion sprechen. Insbesondere der Strombedarf konnte auf den historisch niedrigsten Wert der letzten 20 Jahre verbessert werden.

    Für die Jahre 2017/18 stehen größere technische Investitionen an, die dazu beitragen werden, weiter ressourcenschonend zu produzieren, so z.B. der Neubau eines Drucktankkellers oder eine Ersatzinvestition in eine Anlage zur Entalkoholisierung des Bieres.

    Des Weiteren werden in verschiedenen Produktionsbereichen die Beleuchtungen erneuert. Hierbei setzen wir konsequent auf den Einsatz energiesparender Leuchtmittel.

    Wir legen daher auch in Zukunft unser spezielles Augenmerk auf die fortwährende Schonung unserer natürlichen Ressourcen.

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Umwelt

Ressourcenverbrauch

(Wasser, Wärme, Strom, CO2)

  • Im Jahr 2016 hat die Fürstenberg Brauerei mit 4,80 hl/hl zum achten Mal in den letzten 10 Jahren einen Wert unter 5,0 hl/hl erreicht – trotz einer leichten Verschlechterung um 1,6 %. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen eine Verschiebung im Artikelmix.
    Durch gezielte Maßnahmen werden wir unser Ziel, den spezifischen Wasserverbrauch auf unter 4 hl/hl zu verringern, die nächsten Jahre weiter verfolgen – ein Wert, der sich innerhalb der Braubranche sehen lassen kann.

    Foto von Daniel Haag, 1. Braumeister

    „Wasser, Hopfen und Malz – eine Brauerei ist ein „Naturbetrieb“. Wir achten sorgsam auf unsere Rohstoffe und setzen auf wasser- und energiesparende Produktion.“

    (Daniel Haag, 1. Braumeister)
  • Statistik des spezifischen Wasserverbrauchs in HL/HL Bier
  • Spezifischer Wasserverbrauch in HL/HL Bier

    Statistik des spezifischen Wasserverbrauchs in HL/HL Bier
  • Im Jahr 2016 wurden keine gezielten Projekte zur Reduzierung des Wasserverbrauches in der Brauerei realisiert.

    Bild einer Flaschenanlage

  • Die Wärme für unsere Produktionsprozesse und die Versorgung des zentralen Verwaltungsgebäudes erzeugt die Fürstenberg Brauerei zum einen durch Verbrennung von Erdgas in einem Dampfkessel. Zum anderen setzt Fürstenberg seit 1998 konsequent auf Kraft-Wärme-Kopplung mittels einer BHKW-Anlage. Dies ist eine hocheffiziente Weise neben der benötigten Prozesswärme auch Strom für die Brauerei zu erzeugen. Unser Fokus liegt seit Jahren auf der gezielten Umsetzung von Einsparungsmöglichkeiten in diesem Bereich. Nicht zuletzt dadurch konnte in den letzten 10 Jahren der spezifische Wärmebedarf pro hl Bier um mehr als 10 % reduziert werden.

    Foto von Daniel Haag, 1. Braumeister

    „Mit unserem Blockheizkraftwerk setzen wir konsequent auf hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung.“

    (Daniel Haag, 1. Braumeister)
  • Grafik - Wärmeverbrauch pro HL Bier
  • Spezifischer Wärmeverbrauch in MJ/HL Bier

    Statistik des spezifischen Wasserverbrauchs in HL/HL Bier
  • Neubau der Lüftungsanlage in der Flaschenabfüllung

    2016 wurde die Lüftungsanlage in der Flaschenabfüllung erneuert. Ein Augenmerk wurde hierbei auf eine erheblich verbesserte Wärmerekuperation in der Lüftungsanlage durch Installation eines Kreislaufverbundsystems gelegt. Hierdurch kann in der Heizperiode der Einsatz von Primärenergie zur Raumtemperierung um ca. 30 % gesenkt werden.
    Durch Einsatz frequenzgeregelter und hocheffizienter Motoren wurde der Strombedarf je Betriebsstunde um ca. 25 % reduziert.

    Illustration - Aufbau eines BHKW

  • Die elektrische Energie wurde zu über 55 % durch die BHKW-Anlage selbst erzeugt, der restliche für die Produktionsprozesse notwendige Strom wurde aus dem Mittelspannungsnetz über ein ortsansässiges Energieversorgungsunternehmen bezogen. Gemäß der Stromkennzeichnungspflicht § 42 Energiewirtschaftsgesetz liegt der Anteil der Energieträger an dem durch die Energieversorger an die Brauerei gelieferten Strom wie folgt:
    38 % Erneuerbare Energien nach EEG, 11 % sonstige Erneuerbaren Energien, 32 % Kohle, 14 % Kernkraft, 3 % Erdgas, 2 % sonstige fossile Energieträger.

    Der spezifische Stromverbrauch von 10,55 kWh/hl ist der niedrigste seit über 20 Jahren und konnte seit 2010 um fast 1,3 kWh/hl gesenkt werden. Nicht zuletzt durch kontinuierliche Verbesserungsprojekte haben wir dieses gute Ergebnis erzielt.

    Foto von Daniel Haag, 1. Braumeister und einem Mitarbeiter am Braukessel

    „Die Verringerung des Strombedarfs in unserer Produktion ist eines der zentralen Ziele der nächsten Jahre.“

    (Daniel Haag, 1. Braumeister)
  • Grafik - Wärmeverbrauch pro HL Bier
  • Spezifischer Stromverbrauch in kWh/HL Bier

    Statistik des spezifischer Stromverbrauch in kWh/HL Bier
  • Erneuerung der Kälteversorgung

    Im Zuge des Projekts „Kälteversorgung Lagerkeller“ wurden die beiden bestehenden Kolbenverdichter durch zwei stufengeregelte Kolbenverdichter neuerer Generation ersetzt. Dadurch kann die benötigte Kälteleistung bedarfsgerechter und energieeffizienter zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere in Schwachlastzeiten führt dies zu einem geringeren spezifischen Strombedarf.

    Illustration eines Druckluftverdichter

  • Die Emission von CO2 als klimaschädliches Gas trägt maßgeblich zur Erderwärmung bei. Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes, der im Zusammenhang mit der Produktion unserer Biere und Biermischgetränke steht, ist daher für die Fürstenberg Brauerei ein zentrales Ziel unseres Umweltengagements.

    Foto von Daniel Haag, 1. Braumeister und einem Mitarbeiter bei der Bierprobe

    „Die durch die verbesserte Stromeffizienz von uns eingesparte Menge an CO2 entspricht 5.166 Fichten.“

    (Daniel Haag, 1. Braumeister)
  • Illustration zum CO2 Ressourcenverbraucht

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Rohstoffe

  • Wasser, Hopfen und Malz – eine Brauerei ist ein „Naturbetrieb“. Wir beziehen unsere Rohstoffe vorwiegend aus dem Süden Deutschlands bzw. aus eigener Quelle und wählen auch bei unseren Geschäftspartnern und Lieferanten gerne die Firmen aus der Nähe – regionale Wertschöpfung ist unser Ziel und unser Geschäftsprinzip. Unser Brauwasser gewinnen wir aus brauereieigenen Tiefbrunnen, die sich im fürstlichen Park in Donaueschingen unweit der Braustätte befinden. Die eingesetzten Bitterstoff- und Aromahopfen kommen aus der Hallertau und aus Tettnang am Bodensee. Das Gerstenmalz wird aus 2-zeiliger Sommerbraugerste hergestellt. Für unsere Weizenspezialitäten verwenden wir Malz aus Brauweizen. Im Brauereilabor kultivieren wir selbst obergärige und untergärige Hefen aus sortentypischen Hefestämmen.

    Illustration - Rohstoffe aus Süddeutschland
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Recycling

  • Mit Hilfe von Containersystemen werden sämtliche Abfälle und Reststoffe in verschiedene Wertstofffraktionen getrennt und zu einer zentralen Sammelstelle auf dem Betriebsgelände gebracht. Die weitere Abfallbehandlung, das heißt Nachsortierung der Abfälle, Kategorisierung nach Abfallschlüsselnummern sowie der nachvollziehbare Abtransport zu den Verwertern oder Entsorgern, obliegt externen, zertifizierten Fachfirmen.

    Der im Sudhaus anfallende Reststoff Biertreber wird zu 100 % als QS-zertifiziertes Viehfutter verwertet.

    Illustration eines Mülleimers

    Gesamtabfall Erhöhung um

    11,3%

    2016 - 669 Tonnen zu

    2015 - 601 Tonnen

  • Illustration des Abfalls

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Rechtliches

Impressum

  • Fürstlich Fürstenbergische Brauerei GmbH & Co. KG
    Postplatz 1-4
    D-78166 Donaueschingen

    Registereintrag
    Kommanditgesellschaft
    Sitz: Donaueschingen
    Amtsgericht Freiburg HRA 610202
    USt-IdNr. DE 1419 11 698

    Vertretung
    diese vertreten durch die Komplementärin
    Badische Brau Verwaltungs GmbH
    Postplatz 1-4
    D-78166 Donaueschingen

    Sitz: Donaueschingen
    Amtsgericht Freiburg HRB 611831

    Vertretungsberechtigte Geschäftsführer:
    Georg Schwende, Roland Tobias

    Verantwortlich für die redaktionellen Inhalte
    Ilona Zimmermann

    Kontakt
    Telefon: +49(0)771/86-0
    Fax: +49(0)771/86-398
    Email: service@fuerstenberg.de
    Wir sind erreichbar von Montag bis Freitag von 09:00 – 17:00 Uhr.

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Fürstenberg Umweltmanagement – Abfälle (in Tonnen)

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